Da sind die Tolleranzen zwar größer, aber im original wurden ja auch nur die Keramischen verwendet!?
Vielleicht wurden die zwei Kondensatoren auch vermessen und gepaart eingebaut. Das kann ich mir allerdings nicht vorstellen.
Ich bin gerade auf der suche nach den Kondensatoren für den 8580. Nach dem Thorsten 6,8nF angegeben hat, habe ich mir die C64 Platinen noch einmal genauer und nur 22nF Kondensatoren entdeckt ???!!!(Keramik)
Die C64 Schaltpläne geben für den 8580 auch 22nF an !!
Bei dem FAQ sind auch Werte wie 1nF, 2.2nF, 4.7nF angegeben, und ich frage mich jetzt was richtig/besser ist.
Vielleicht kann mir da jemand helfen, der den 8580 schon getestet hat.
Zum 8580: der Wert 6,8nF stammt aus dem Datasheet. Ich weiss nicht, warum Commodore stattdessen 22nF verwendet, waren vielleicht billiger? Einen Unterschied kann ich nicht heraushoeren.
Zur Wahl der Kondensatoren versuche ich mal rueberzubringen, warum ich die von Commodore gewaehlten Werte nicht fuer das Non-Plus-Ultra halte.
Der SID ist ein billiger Baustein aus einer Massenproduktion. Im Gegensatz zu den legendaeren (und vor allem teuren) SSM Chips oder heutigen analog Chips, bspw. von Maxim, ist die integrierte Schaltung nicht lasergetrimmt. Man kann also mit grossen Exemplarstreuungen rechnen, die selbst die besten Kondensatoren nicht mehr wett machen koennen.
Zu allem Uebel hat Commodore die Layoutmaske auch noch alle 1-2 Jahre geshrinkt, um Kosten zu sparen - deshalb hat jede Revision ihren eigenen Klangcharakter (doch die Kondensator-Werte wurden nur selten angepasst…)
Deshalb: wenn man wirklich Wert auf die optimale Ansteuerung des Filters legt, sollte man sich nicht auf die Auswahl von Commodore verlassen, sondern seinenen Ohren vertrauen und einfach verschiedene Kondensator-Werte ausprobieren. Wie ich bereits schrieb: auf die Toleranz kommt es nicht wirklich an, die ist intern schon ziemlich gross. So gross, dass manche SIDs einfach sch* klingen, andere wiederum voellig genial.