ich habe heute mal wieder ein wenig mit den ALPS Motorfadern herumgespielt, dabei ist mir aufgefallen, dass sich beide Fader (RSAOK11VP und RSAOK11W) zufriedenstellend ansteuern lassen, wenn man die Spannung soweit herunterschraubt, dass sie sich relativ langsam, dafuer jedoch extrem leise bewegen.
Ein paar Abhaengigkeiten sind mir dabei wieder bewusst geworden, die ich vorher nicht fuer wichtig gehalten habe. Beispielsweise die Periodendauer der PWM - sie betraegt momentan 32 * 100 uS = 3.2 mS, so dass MIOS 32 verschiedene Geschwindigkeitsstufen einstellen kann, wobei jedoch meistens nur die oberen 16 Stufen verwendet werden (bei <16 bewegt sich der Fader aufgrund der Traegheit nicht)
Diese PWM erlaubt zwar, den Fader je nach Pulsbreitenverhaeltnis sehr langsam (und somit exakt) oder sehr schnell zu bewegen, dafuer wird der Fader jedoch sehr laut.
Also habe ich die Periodendauer mal auf 4 * 100 uS eingestellt - der Fader erzeugt nun einen hoeherfrequenten Ton, der jedoch leiser wird, wenn man die Spannung herunterschraubt. Wenn der Fader ausreichend langsam bewegt wurde, bleibt er auch sofort stehen und faengt nicht an, um die Zielposition herum zu pendeln, bis er sie wirklich erreicht hat - mit nierdiger Spannung und einem PWM Verhaeltnis von 1:3 ist das moeglich
Weitere Beobachtung: 8 Fader koennen nur innerhalb von 1.2 mS komplett erfasst werden. Wenn ein Fader innerhalb dieser Zeit an seiner Zielposition vorbeifaehrt, faengt er an zu pendeln und wird dadurch wieder sehr laut.
Diese Zusammenhaenge haben mich auf folgende Idee gebracht (eure Meinung ist gefragt): eigentlich gibt es zwei verschiedene Ansteuerungsstrategien fuer Motorfader - in einer laufenden Automation mit vielen Faderfahrten moechte man eigentlich sehr leise Motorfader haben - und es ist vielleicht auch nicht so wichtig, ob ein Fader auf 1/1024 Bit genau die Position anfaehrt, wenn er eine halbe Sekunde spaeter sowieso weiterbewegt wird.
Dann gibt es die Situation, in der man einen “Snapshot” abrufen moechte, bei dem die Fader moeglichst exakt die gespeicherte Position anfahren. Wenn es hierbei mal kurz laut wird, waere es nicht weiter schlimm. Und: es waere ebenfalls nicht tragisch, wenn die Fader erstmal gleichzeitig die ungefaehre Position anfahren, und dann - fuer einen kurzen Moment - nacheinander exakt justiert werden. Dieser Vorgang wuerde vielleicht 2-3 Sekunden dauern.
Und diese beiden Strategien koennte man miteinander kombinieren: die Motorfader werden grundsaetzlich grob (Fehler ca. 2-3 Bit), dafuer jedoch sehr leise bewegt, und wenn sie laengere Zeit (also bspw. 5 Sekunden) nicht mehr bewegt wurden, nacheinander exakt einjustiert.
Was haltet ihr davon - ist dieses Verhalten akzeptabel? (immerhin wuerde es bedeuten, dass sich dadurch RSAOK11VP und RSAOK11W einsetzen lassen), oder dann doch lieber ein voellig anderes Ansteuerungskonzept (welches von mir nicht supported werden kann ;-))
Weitere Frage: wie schaut es bei professionellen Konsolen aus - wie schnell erreichen die Fader die Zielposition? Sind sie schneller als ca. 0.5…1 Sekunde?
Gruss,
Thorsten.







