Frieden!
Ich versuche Dir nur zu helfen, und dabei ein bisschen aus meiner Erfahrung zu vermitteln. Wenn Dir meine Antworten arrogant erscheinen, dann bitte ich dies zu entschuldigen - es faellt mir nicht einfach, zu erraten, was Dich wirklich interessiert, worauf Du hinaus willst, welcher Input Dir hilfreich ist. Unter diesen Bedingungen ist es nicht einfach, ein gemeinsame Gespraechsbasis zu finden.
Um den Gespraechsverlauf zu skizzieren: Du hast urspruenglich nach einem USB Chip gesucht, der einfach zu verloeten ist. Niemand hat geantwortet, Du fragst erneut, und ich denke mir, dass ich vielleicht zumindest erwaehnen koennte, dass die PIC18Fxx5x Derivate gar nicht so schwer zu programmieren sind, und dass man sie aehnlich wie einen Standalone USB Chip betreiben kann — mit einem schnellen Interface nach draussen, an das Du dann den AVR haengen kannst.
Danach wechselst Du das Thema (oder verstehe ich das falsch?) - Du fragst nach der Moeglichkeit, die Baudrate (der UART basierenden MIDI Schnittstelle?) zu erhoehen, um den Durchsatz zu erhoehen.
Mein Beitrag dazu: ich halte es (fuer die UART basierte MIDI Schnittstelle) aus den erwaehnten Gruenden nicht fuer sinnvoll, vor allem eben wegen des fehlenden Handshakings. Differenzierter betrachtet kann man natuerlich sagen, dass es in vielen Faellen doch geht, und dass man fuer hoch ausgelastete Prozessoren eine andere Loesung findet muss, doch soweit wuerde ich gar nicht erst gehen - vor allem nicht in der Situation, in der ich nicht weiss, welche Anwendungen Du eigentlich realisieren moechtest (um es mal aggressiv zu formulieren: Du koenntest solche Details ruhig erwaehnen, bevor Du jemanden oeffentlich an die Wand stellst!)
Erst nach diesem Posting erwaehnst Du, dass Du eigentlich gar nicht mit USB arbeiten moechtest. Nun moechtest Du fuer Deine eigenen Geraete eine eigene Schnittstelle nehmen, mit der auch Handshaking moeglich ist - haettest Du das gleich erwaehnt, waere ich vielleicht darauf naeher eingegangen - ich kenne Deinen Vorlieben nicht!
(Mein Tip: I2C, sehr einfach aufzusetzen, und im Gegensatz zu MIDI UART keine Point-to-Point Verbindungen - somit koennen die Geraete direkt untereinander kommunizieren. Auch sind mit einem synchronen Interface hoehere Datenraten als mit einem UART drin - Stichwort Stoersicherheit).
Ok - dies nur, um das Kommunikations-Dilemma aufzuklaeren 
Nun die Antworten zu den oberen Fragen:
Also wenn ich dich richtig verstanden habe, dann war dein Haupt-Gegenargument, dass die PICs mit Echtzeitberechnungen in deinen Synths soweit ausgelastet sind, dass dort eine Erhöhung der Baudrate mit den damit verbundenen Hardware-Mehrbelastungen nicht mehr auf den verwendeten PICs laufen würde.
ja, ich muesste entweder Features streichen, oder einen zweiten Baustein fuer die Kommunikation hernehmen.
Wie sieht das bei Deinen Anwendungen aus? Sind die stark ausgelastet, oder ist da noch eine Menge Luft?
Oder planst Du sowieso eine Multichip-Loesung?
Was mich etwas irritiert hat: Du empfielst (wenn auch mit ein paar Bedenken) mehr oder weniger das MIDI-USB-Ding. Doch ich kann nicht erkennen, dass die USB-Einbindung weniger aufwändig, geschweige denn besser wär.
Basierend auf Deinem oberen Posting bin ich davon ausgegangen, dass Du ein Fan von USB bist, und Dich auf diesem Gebiet auch schon auskennst (falls nicht: ich kann Dir eine fertige Firmware ueber den Zaun werfen, in die Du nur noch die Kommunikationsroutinen zu Deinen AVRs einbauen musst).
Es wurde halt schon definiert. Aber da es noch nicht wirklich verbreitet ist, erkenne ich nichtmal darin einen Vorteil.
USB-MIDI hat immerhin den Vorteil, dass es von allen gaengigen Betriebssystemen unterstuetzt wird - und zwar Plug&Play maessig. Unter Windows koennte der Driver zwar besser sein (er ist bspw. nicht Multiclient-faehig). Die Performance ist verglichen mit dem Programmieraufwand akzeptabel.
Alternative zu USB: http://www.mlancentral.com/ - leider kein offener Standard
Dann lieber Ethernet? MIDI-over-Ethernet wurde ja bereits IEEE standardisiert, Treiber sind frei erhaeltlich, ein RTL8019AS laesst sich einfach an einen AVR anschliessen
Doch lassen wir das Thema.
Also irgendwie scheint es ja aus deiner Sicht abwegiger zu sein, einen eigenen Controller pro “MIDI+”-Schnittstelle zu nehmen als einen extra Controller für USB. Doch ich versteh echt nicht warum?!?
Verstehst Du unter “MIDI+” einen UART mit erhoehter Baudrate? Dann liegen die Gruende auf der Hand: Du kannst Dich nicht an einen fertigen Treiber auf PC Seite dranhaengen - hast Du Erfahrung in PC Treiberprogrammierung (falls ja: dann koenntest Du mir bei einem Programmierproblem weiterhelfen 
Mit bis zu 115200 Baud koenntest Du die “MIDI+” Geraete bspw. an einen normalen COM Port anschliessen - doch der ist leider ein Auslaufmodell, also nicht zukunftssicher. Auch einen fertigen Treiber haettest Du damit nicht zur Hand. Die CBX/“to-Host” Treiber von Yamaha/Roland/Kawai unterstuetzen nur 38400 Baud, und waere kein wirklicher Fortschritt.
Ein weiteres Problem: was, wenn mehrere Geraete vom PC aus sternfoermig betrieben werden sollen (z.B fuer mehrere gleichzeitig laufende bidirektionale Verbindungen?). Wieviele COM Ports bietet Dein Motherboard, wieviele Interruptleitungen sind frei fuer weitere Ports? Waerst Du mit 115200 Baud bereits zufrieden?
Gruss,
Thorsten.