Um es auf die Spitze zu treiben …
Ich befasse mich auch schon länger mit einer Matrix, die allerdings auch Audio-Signale verteilen soll.
Die Reed Lösung ist mit Sicherheit die Einfachste … aber auch die Teuerste.
So würde man für eine komplexe Matrix (möglichst noch symetrisch) 512 Reed Relais benötigen.
Ich experimentiere derzeit mit einer Schaltung, die über CMOS Schalter die Audio-Signale verteilt.
Der Vorteil ist sicherlich der Preis, da ich mit einem 4066 bereits 4 Schalter habe oder mit einem 4053 drei Umschalter.
Zum Vergleich: Ein Reed Relais kostet bei Reichelt ab 1.05 €, ein 4066 oder 4053 0,18ct, also 0,045 oder 0,06 ct pro Schalter. Das macht jetzt bei dem Einzelpreis nicht den Riesen Unterschied … Aber bei 128 Ein-und Ausgängen kann jeder für sich mal nachrechnen …
Nachteile dieser Schaltung sind, neben dem komplexen Layout, die symetrische Versorgungsspannung (wir schalten Audio - also muß ein Offset da sein …) und die komplexe Logic, die ein “Falschschalten” bereits hardwareseitig verhindern soll.
Auch erwähnen sollte ich, daß zum Schalten der CMOS Schalter 5V zu wenig sind, so daß man die DOUTs trotzdem über ULNs “treiben” muß, um z.B. mit 10 oder 15V zu schalten. Schuld daran ist ein Verhalten der Schalter, das die Größe der Schaltspannung in Abhängigkeit mit dem schaltenden Ausgang bringt. Für “rauschfreie” Verbindungen oder größeren Headroom muß, neben der sym. Beschaltung, auch die Schaltspannung möglichst hoch sein.
Zielvorgaben sind u.a. auch, das offene Signalwege konsequent auf Masse geschaltet werden. Dies kann man entweder mit 4053 erreichen (Umschalter) oder aber mit über Inverter verkoppelten 4066ern, die den invertierten Schalter jeweils auf Masse ziehen.
Derzeitiger Stand meiner Entwicklung sind diverse Testaufbauen, bei denen ich das Verhalten der CMOS Schalter austeste (Soundqualität, Layout, Rauschabstand, etc ..)
Bei allgemeinem Interesse veröffentliche ich gerne meine Endergebnisse, wobei ich dann auch sicherlich wieder einige Programmierhilfen benötige …
greets
Doc