Hallo und willkommen im Forum, Amiga-Falcon.
Ein paar Kommentare und Richtigstellungen:
Wenn USB nicht soooo klappt, dann kann ich natürlich auch den MIDI-Port meiner Luna nehmen.
In dem Zusammenhang würde mich auch mal interessieren, ob MIDI über den Gameport evtl. besser ist.
Diesen port habe ich bislang noch nie für MIDI benutzt.
Du kannst natürlich auch den Gameport nehmen. Ein Unterschied zu einem anderen Midiport existiert jedoch erstmal nicht.
Was die Sache mit den Memorysticks angeht ist mir auch noch etwas unklar:
Angenommen, ich baue mir eine 16 Kanal MidiBox (= 2 x LC ?). Dann müßte ich für jede Box einzeln einen Stick haben ?
Oder kann ich alle Daten zusammenfassen und auf einen Stick schreiben (= halbe Kapazität) ?
Banksticks funktionieren nicht für eine Midibox LC! - oder besser: sind nicht vorgesehen dafür.
Das Konzept der LC ist ein völlig Anderes im Vergleich zur 64 oder 64e!
Die LC emuliert einen anderen Controller ( Mackie Clone ) . Die Funktionen sind festgelegt und müssen auch nicht in einem Bankstick gespeichert werden. Die LC macht genau das, was ein angeschlossener Mackie Universal Controller auch tun würde. Du kannst lediglich bestimmte Funktionen weglassen/ändern.
Zum Steuern von VSTs, Synth, etc ist in der LC ein GPC-Modus vorgesehen (General Purpose Mode). Dieser wird per hotkey eingeschaltet und erlaubt Dir, vorher definierte Funktionen mit der LC auszuführen. Im Prinzip weist Du den Buttons im GPC Mode CCs zu und per Knopfdruck werden die dann an deinen Host übermittelt.
Im Übrigen brauchst Du für eine LC einen “exclusiven” Midiport. Das heißt, Du musst pro LC (also pro 8 Kanäle) einen dedizierten Midi IN und OUT haben, der auch für nix Anderes mehr zu gebrauchen ist.
Am Einfachsten erreichst Du das, wenn Du in Deine LC gleich ein Midisport 2x2 o.ä. USB Interface einbaust und dann nur per USB-Port an Deinen Host gehst. Dann gibt es keine Verwechslungen und auch weniger Kabel-wirr-warr.
Deine Fragen im Einzelnen:
- Kann man Logic überhaupt damit ansteuern (Fader, Muting, Solo, Pan, etc.) ?
Ja, und zwar sehr gut. Das ursprüngliche LC Layout von Thorsten (=unser Guru) basiert auf Logic.
) Wenn ich die Box mit z.B. 16 Fadern baue, kann es da nicht evtl. zu Timingprobemen seitens der MIDI-Übertragung kommen ?
Bei der LC gibt es maximal 8 Kanäle pro CORE / Midiport (siehe oben). Timing Probleme gibt es keine.
- Ist es möglich, die MidiBox via USB an den Rechner anzuschließen (da mein Korg M1 an der Luna hängt) ?
Indirekt ja. Mit der oben beschriebenen Methode des Einbaus eines eigenen Interfaces in den Controller ;D
Auf der ucapps Site sind auch zwei USB Module beschrieben:
Das USB Modul funktioniert sehr gut, hat aber den Nachteil, das es (unter Windows) nicht multiclientfähig ist (was zunächst eigentlich nicht weiter stört) und außerdem mittlerweile im Vergleich zum fertigen Gerät der Selbstbau nicht lohnt. Ich habe vor ein paar Jahren damit ein 8-fach MidiInterface gebaut, was sehr gut funktioniert … aber von den Kosten reden wir lieber nicht.
Das USB PIC Modul hat einen Bug im EUSART des PIC. Dies liegt an Microchip und wird wohl auch nicht mehr geändert. Dieser Bug hat nichts mit multiclient zu tun, sondern es kann (muß aber nicht zwangsläufig) dazu kommen, dass einzelne Sequenzen falsch übertragen werden, was für das Midiprotkoll (und die angeschlossenen Geräte) natürlich das Aus ist.
- Wenn USB möglich sein sollte, kann ich dann der Box zusätzliche MIDI-Thu/Outs verpassen, um damit weitere Geräte su steuern ?
Nein, da die LC (wie bereits erwähnt) pro 8 Kanäle exclusiv einen Mdiport belegt.
- Falls das alles klappen sollte… Kann ich innerhalb von Logic (z.B. durch verschiedene Setups der Box) Software-Synthis mit Daten versorgen ?
Bei der MidiboxLC kannst Du Software-Synthis nicht direkt durch verschiedene Setups steuern. Du kannst zwar im GPC-Modus einzelne CCs senden, was aber keine komplette Steuerung bedeutet, dieser aber sehr nahe kommt.
Viele (wie auch ich) haben dieses Problem dahingehend “umschifft”, indem Sie neben der LC noch eine MB64 oder 64e stehen haben, die für die Steuerung der anderen Geräte verwendet werden. Bei der 64 oder 64e kommen dann die erwähnten Banksticks zum Zuge.
Es gibt auch die Möglichkeit, durch ändern der Firmware (per Midi-Upload mit MIOS Studio), aus Diener midiboxLC eine midibox64 oder 64e zu machen. Im laufenden Betrieb ist dies aber eher unpraktisch, weil es natürlich immer ein “Boxenstopp” ist.
Sorry, falls da “dumme” Fragen dabei sind, ich bin halt “der Neue” - Komme jetzt aber öfters vorbei Wink
Es gibt keine dummen Fragen … sondern nur dumme Antworten (sagte mein Lehrer immer) 
Grüsse
Doc